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    Walter Neff
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    Lt. einem Bericht der LP Lebensmittelpraxis steigt die Zahl der Ladendiebstähle weiter. Im Jahr 2018 beliefen sich die Inventurverluste auf 4,3 Milliarden Euro. Das sind fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr, ergab die EHI-Studie „Inventurdifferenzen 2019“. „Im Handel wird nach wie vor gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist“, erklärt EHI-Sicherheitsexperte Frank Horst.

    Im gesamten deutschen Einzelhandel wurden Waren im Wert von rund 3,75 Milliarden Euro gestohlen. Die Aufteilung nach Verursacher gibt folgendes Bild:

    ·  Kundendiebstahl: rund 2,38 Milliarden Euro (= 64%),

    ·  eigene Mitarbeitern: rund 1,0 Milliarde Euro (= 27%) und

    ·  Lieferanten/Servicekräften: rund 350 Millionen Euro (= 9%).

    Am Rande erwähnt: 505 Millionen Euro Mehrwertsteuer gingen dadurch dem Staat verloren.

     

    Statistisch gesehen entfällt auf jeden Haushalt in Deutschland jährlich ein Warenwert von fast 60 Euro, der nicht bezahlt wird. Auf den Lebensmittelhandel übertragen bedeutet dies, dass nach wie vor rund jeder 200. Einkaufswagen unbezahlt die Kasse passiert.

    Bei der Mehrzahl der Studienteilnehmer haben sich die Inventurergebnisse in Prozentpunkten im Vergleich zu 2017 verschlechtert – und das, obwohl jährlich rund 1,45 Milliarden Euro für Präventions- und Sicherungsmaßnahmen ausgegeben werden, um die Waren vor Diebstählen zu schützen.

    Insgesamt gehen dem Handel durch Inventurdifferenzen und Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen rund 1,34 Prozent seines Umsatzes verloren, die letztlich jeder Kunde mit bezahlt.

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